21. Int. Kufsteiner Mountainbike Stadtmeisterschaft (AUT) 19.9.2015 “Bericht”

Heuer fand die 21. Int. Kufsteiner Stadtmeisterschaft unter dem Namen „Gasthaus Goldener Löwe Challenge“ statt. Das Bergrennen hat eine Streckenlänge von 5,2km und dabei muss man 630hm mit dem Mountainbike bewältigen. Wie jedes Jahr baue ich mein Rad nicht extra für solch ein Bergrennen um, es werden lediglich leichte und gut rollende Mäntel montiert. Mein Bike hatte 8,6kg mit Pedalen und meiner Uhr. Ich fühlte mich gut und wollte eine schnelle Zeit fahren, doch das ich den Streckenrekord von Felix Spensberger mit 22:07,32 schlagen würde, konnte ich mir vor dem Start nicht vorstellen, trotzdem versuchte ich es. Nachdem ein Freund letztes Jahr von uns (mir) gegangen ist, habe ich ihm in Gedanken versprochen den Rekord hoch auf den Aschenbrenner zu brechen und ihm zu widmen. Im Zielbereich habe ich ihn zum letzen Mal getroffen. Deshalb war ich extra motiviert und wollte alles geben, was aber keiner wusste. Direkt nach dem Start fuhr ich Solo weg. Als ich bei der Abzweigung (Richtung Duxeralm) nach der Krampuswand war und noch nicht einmal 10 Minuten auf meiner Uhr stand, wusste ich, dass es klappen könnte. Später nach rund 17 Minuten Fahrzeit war ich schon so fertig, dass ich fast vom Rad fiel. Ich wollte jedoch nicht aufgeben und das Beste an diesen Tag geben. Ich war so im Delirium, dass ich die Zeit von Felix nicht mehr wusste und im Nachhinein habe ich komplette Filmrisse auf den letzen 5 Minuten. Komischerweise schoss mir die Zeit von Felix in der letzten Kurve, ca. 30 Sekunden vor dem Ziel, in den Kopf. Da wusste ich, es geht sich locker aus. Ich überquerte dann das Ziel in 21: 44,20 und stellte somit den neuen Streckenrekord auf. Außerdem wurde ich als schnellster Kufsteiner noch Stadtmeister. Ruhe in Frieden, die Zeit steht dir zu Martin! Zudem wünsche ich meinem Opa, der heuer von uns (mir) gegangen ist, den ewigen Frieden! Ihr bleibt unvergessen!

Fotos: ©Thomas Thale; ©Privat

3 EPIC Marathon (ITA) 5.9.2015 “Bericht”

Das Rennen in Auronzo di Cadore startete um 8:00 Uhr bei Dauerregen und Temperaturen um die 10°C. Ich wollte schon gar nicht an den Start gehen, als ich in der Früh am Startgelände war, denn die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellte sich. Denn es war ein Rennen wie jedes, zwar ein „cooles“, aber was ist schon „cool“. Cadore liegt ca. 850 ü. d. M. und der höchste Punkt ca. 2300 ü. d. M., also kann man sich vorstellen, wie viel Spaß das macht, bei dem Wetter. Kurz vor dem Start wollte ich dann doch fahren und nahm die 86,4km und 3400hm in Angriff. Die ersten flachen Kilometer wurden neutralisiert gefahren, als wir uns in den ersten Anstieg schmissen, bei dem wir 1100hm bewältigten, fühlte ich mich ganz gut. Die erste Gruppe, bestehend aus 5 Fahrern, die von Kristian Hynek (späterer Sieger) angeführt wurde, war zu schnell für mich. In der Verfolgergruppe konnte ich mich gut behaupten, mit dabei war auch Alban Lakata, der amtierende Weltmeister. Nach der ersten langen Abfahrt und dem kürzeren Gegenanstieg bei der Feedzone stoppte ich kurz, um einen Teil meiner Kleidung auszuziehen. Denn sie war aufgrund des Regens nur noch schwer und wärmte nicht mehr, der Regen hatte jetzt gestoppt. So verlor ich nur 30 Sekunden und wollte auf die Gruppe wieder aufschließen. Kurz darauf passierte das Missgeschick, ich  stieß mir das Knie am Lenker an, als ich aus dem Sattel ging und das Hinterrad durchdrehte. Deshalb konnte ich nicht mehr aufschließen und musste das Tempo reduzieren – was für mich ein Teufelskreis war. Denn hoch auf die 2100 ü. d. M. kam mein Körper nicht auf Temperatur und so war mir verdammt kalt. Die kurze Abfahrt auf 1700 ü. d. M. gab mir den Rest und ich musste das Rennen nach ca. 3 Stunden beenden. Nichts desto trotz fühlte ich mich während dem Rennen, am Ende der Saison, nicht mehr so gut, dass ich 4 Stunden oder mehr voll durchziehen konnte. Deshalb war dies mein letztes internationales Rennen der Saison, ich konzentriere mich jetzt lieber auf die nächste Saison. Irgendwann braucht man eine Pause, mein letztes Rennen ist ein kurzes Bergrennen, nämlich die 21. Int. Stadtmeisterschaft in Kufstein, also mein Heimrennen.

Val di Sole Marathon (ITA) 30.8.2015 “Bericht”

Bei diesem Marathon mussten nur 61km und 2700hm bewältigt werden. Leider hatte ich an diesem Tag den schlechtesten der Saison erwischt. Mir taten von Beginn an die Beine richtig weh und ich konnte zu Anfang nur mit Mühe der Spitze folgen. Ich hoffte, dass es besser werden würde, doch dem war nicht so. Ich bekam keinen Zug auf das Pedal und war einfach fertig. So dachte ich schon früh nur mehr an das Ziel, das schien jedoch in weiter Ferne. Ich beendete dennoch das Rennen mit dem siebten Gesamtrang. Die Strecke hat das gehalten, was versprochen wurde, denn die Abfahrten waren wirklich cool zu fahren.

Almkönig (AUT) 22.8.2015 “Bericht”

Der Almkönig ist ein Bergrennen, mit einer Streckenlänge von 6,1 km und 400 hm. Ich startete bei diesem Rennen mit dem Rennrad. Ich war von dem Marathon der letzten Woche und dem harten Training noch müde, doch wollte sehen, was geht, wenn ich nicht ganz erholt bin. Die Strecke ist nicht so steil, deshalb wurde von Anfang an taktiert und nicht voll gefahren. Den Zwischensprint bei der Hälfte des Rennens konnte ich für mich entscheiden. Bei dem folgenden flacheren Stück rollte wieder eine Gruppe zusammen, die letzen rund 2km wurden dann voll gefahren. Doch leider konnte ich an Eibegger Markus (späterer Sieger) und Vacek Karel nicht ganz dran bleiben und wurde mit einem Rückstand von 19 sek., auf Eibegger, Dritter.

Grazer Bike-Marathon (AUT) 16.8.2015 “Bericht”

Der Marathon in Stattegg war mit 93 km & 3.700 hm super zu fahren. Das Panorama war wirklich toll und die Abfahrten waren auch cool, aber dazu später mehr. Der Start erfolgte um 8:30 und ich fühlte mich sofort nach dem Start voll fit für das anstehende Rennen, obwohl ich die Woche sehr hart trainiert hatte. Schnell formierte sich eine 3 Mann Spitzengruppe in der Christoph Soukup (AUT/späterer Sieger), Jiri Novak (CZE) und ich fuhren. Doch Christoph und ich stellten schnell fest, dass wir an diesem Tag die Stärksten waren und nach ca. 1 Stunde Fahrzeit waren wir ein Duo. Wir arbeiteten gut zusammen und so hatten wir schnell einen Respektabstand. In den Auffahrten waren wir überlegen und daher mussten wir in den Abfahrten nichts riskieren. Denn die Abfahrten sind mit dem teils groben Geröll anfällig für einen Reifenschaden und dies wollten wir vermeiden. Weil es meine erste Marathon Saison ist, fällt es mir schwer, das Tempo nach 3h nochmal zu erhöhen, was Christoph jedoch an diesem Tag machte. Er setze sich während dem steilen Anstieg hoch zur Leber, die wir 2 Mal fuhren mussten, ab. Für die Außenstehenden, ich wurde zu Ende des Rennverlaufs so gut wie nichts langsamer, wie schon gesagt Christoph fühlte sich jetzt besser als zu Anfang des Rennens und fuhr jetzt noch schneller. Er hatte an diesem Tag, bei einem seiner Lieblingsrennen, einen starken Tag und zum Schluss noch Glück im Unglück. Denn kurz vor der letzten Tech-/Feedzone hatte er einen Reifenschaden, dabei verlor er lediglich 2-3 Minuten, jedoch hatte ich im Ziel noch einen Rückstand von über 3 Minuten. Ich bin dennoch sehr stolz auf mich, dass ich die knapp über 4 Stunden in einem schnellen, gleichmäßigen Zug bewältigen konnte und so ein super Resultat mit dem 2ten Platz erzielt habe. Außerdem gewann ich mit Abschluss dieses Rennens die Gesamtwertung des Austrian Marathon Cups.

Fotos: ©NoSane, ©Bernd Gruber

Bike Night Flachau (AUT) 8.8.2015 “Bericht”

Eine Runde vom Nightrace in Flachau hat 4,5 km & 200hm. Die Strecke ist technisch nicht sehr anspruchsvoll, doch dieses Jahr machte der mäßige Regen kurz vor der Quali, bis hin zum Start um 20:00 Uhr, die Schiabfahrt sehr rutschig. Ich hatte gute Beine, doch in der Abfahrt fühlte ich mich von Anfang an nicht ganz wohl. Ich konnte kurz nach dem Start in Führung gehen und wollte nur meinen Rhythmus von Anfang an fahren. Das klappte auch gut bis zur dritten Runde als ich in der Abfahrt kurz das Vorderrad wegrutschte und es mir den Vorbau verdrehte. Der Sturz war nicht schlimm, doch irgendwie ging nichts mehr. Nachdem ich in der Feedzone meinen Vorbau wieder gerade justiert hatte, versuchte ich wieder in meinen Rhythmus zu kommen. Bergab fuhr ich jetzt so langsam, dass ich es selber kaum glauben konnte. Vor dem Sturz fuhr ich schon auf Sicherheit und verlor so ein wenig Zeit, doch jetzt war es eindeutig zu viel. Bergauf wollten meine Beine auch nicht mehr und so musste ich leider das Rennen frühzeitig beenden. Meine Form ist dennoch sehr gut, denn wenn ich auf die schnellste Runde schaue, war ich 20 Sekunden langsamer als Daniel Federspiel, dem Sieger in diese Sonderwertung mit 11min 24sek. Obwohl ich nicht einmal eine Runde vom Tempo überzogen hatte, denn ich wollte auf den Gesamtsieg fahren und bin meinen Rhythmus gefahren, der Druck bergauf war an diesem Tag einfach perfekt.  Dennoch ist Flachau immer ein Spektakel mit einem super Publikum, das von einer erstklassigen Veranstaltung abgerundet wird.

Fotos: ©Flachau Tourismus

HIPP-TROPHY RUHPOLDING (GER) 1.8.2015 “Bericht”

Der Tag nach der Staatsmeisterschaft im XCE (Eliminator) stand wieder im Zeichen der Sprint Rennen, doch diesmal hatte eine Runde 1,3 km und 45hm und im Finale mussten davon 6 absolviert werden. Diesmal hatte ich bestimmt eine bessere Chance mit Daniel Federspiel mitzuhalten, der ebenfalls am Start stand, da die Strecke einfach länger war. Doch nach seiner Qualirunde wusste man schon, wer wieder den Ton angibt. Ich ließ mich aber nicht zu sehr beunruhigen und hoffte auf gute Beine im Finale. Diese hatte ich auch, doch trotzdem keine Chance. Ab Runde 2 von 6 setzten wir uns endgültig von unseren Verfolgern ab und dominierten das Renngeschehen. Wir fuhren bis zur Hälfte der letzten Runde immer zu zweit. Im Anstieg durch die Serpentinen löste sich Daniel und ab da an wusste ich das Rennen war entschieden. Denn bis zum Ziel war der Teil der Strecke, der ihm besser lag als mir, viele enge Kurven, wenig Platz zum Überholen und eine nicht allzu lange Zielgerade, bei der man gegen ihn ohnehin keine Chance hat. So stresste ich mich nicht mehr ins Ziel, denn ich wollte sicher gehen, dass ich keinen Fahrfehler mehr mache und so beruhigt 2ter wurde. Den dritten Platz holte sich Maier Maxi aus Deutschland. Die Stimmung war auf der gesamten Strecke unglaublich und es war eine Freude zu fahren. Zudem war die Veranstaltung einfach perfekt.

Fotos: ©Simninja Photodesignagentur, ©Maier M.

M4 Village Cross – Österreichische Staatsmeisterschaften XCE (AUT) 31.7.2015 “Bericht”

Die Staatsmeisterschaft in der Disziplin XCE (Eliminator) ist nicht meine Spezialdisziplin, aufgrund dessen, dass ich seit diesem Jahr Marathon Rennen fahre und nicht mehr kurze Einheiten trainiere. Doch meiner Muskulatur liegt von Natur aus das Sprinten und so muss ich dies auch nicht so trainieren. Ich stellte mich an den Start, weil ich sehen wollte, ob ich es noch kann und die Veranstaltung gut ist. Mit Daniel Federspiel als Konkurrenten war der Titel natürlich fast zu 100% vergeben, doch wie man im Finallauf sehen konnte, war es diesmal sehr knapp. Der 450 m lange Rundkurs war gespickt mit scharfen Kurven und Sprüngen, im Finale standen dann Daniel Federspiel, Fabian Costa, Metzler Hannes und meine Wenigkeit. Daniel kam am Start nicht ins Pedal und fuhr so mit Abstand als Letzter in die erste Kurve. Ich erwischte einen sehr guten Start und setzte mich zu Beginn an, an die Spitze. Wir hatten 3 Runden zu fahren und in der letzten Runde, bei der letzten Überholmöglichkeit, konnte mich Daniel nach einer unglaublichen Aufholjagt überholen. So wurde er Staatsmeister und ich war mit dem 2ten Platz trotzdem überglücklich, denn von ihm geschlagen zu werden ist keine Blamage. Das Podium komplettiert Fabian Costa mit dem dritten Platz.

Fotos: ©Krenn W., ©Federspiel D., ©Hörhager H.

21. ISCHGL IRONBIKE (AUT) 24-25.7.2015 “Bericht”

Am Freitagnachmittag startete das Palio (Eliminator) in Ischgl. Die Strecke war nicht die spektakulärste, denn es waren keine Hindernisse wie z.B. Baumstämme oder Rampen verbaut. Was die Strecke jedoch schwierig machte, war der Regen der schon eine Stunde vor dem Start stark einsetzte. Das rutschigste war die Abfahrt, denn diese war eine Wiese, die auf die Startgerade mündete. Die zwei Heats vor dem Finale konnte ich gewinnen und so war ich guter Dinge für den Sieg. Man musste pro Heat immer zwei Runden bewältigen. Im Finale hatten Fabian Costa (späterer Sieger) und ich, Ende der zweiten Runde auf den Dritten bereits einen komfortablen Abstand. Fabian kam im Anstieg nicht an mir vorbei und so fuhr ich an erster Stelle in die Wiesenabfahrt kurz vor dem Ziel. Fabian versuchte jedoch innen an mir vorbei zu fahren, während wir bremsten, um auf den Asphalt abzubiegen. Dabei rutschte er leicht beim Anbremsen und räumte mich so vom Rad. Ganz sinnvoll war diese Aktion nicht, doch wenn man so über sein Leistungslimit geht, schaltet der Verstand manchmal ab. Er wollte einfach unbedingt gewinnen und das leider auf meine Kosten. Ich weiß schon, dass er es nicht mit Absicht gemacht hat und er hat sich auch entschuldigt, doch für mich war es trotzdem eine schmerzhafte Erfahrung mit dem Boden. Ich wurde somit 4ter im Palio. Ich hatte Schürfwunden und Prellungen am Unterarm, der Schulter, der Hüfte und dem Knie. Der Aufprall war nicht ohne und so wusste ich schon, dass es morgen beim Marathon nicht sehr gut laufen kann.

Am nächsten Tag waren meine Schmerzen okay und ich versuchte zumindest zu starten, doch die 79km & 3800hm würden hart werden. Ich beendete das Rennen nach knapp über einer Stunde, fühlte mich einfach nicht gut. Hatte ein wenig Kopfschmerzen, die Beine waren tot und ich fühlte mich auf dem Bike nicht wohl. Der Körper wollte einfach nicht fahren und das respektierte ich.

Staatsmeisterschaften Cross Country (AUT) 19.7.2015 “Bericht”

In Villach wurden bei sehr warmen Temperaturen die Staatsmeisterschaften der olympischen Disziplin Cross Country ausgetragen. Leider wurde mein Vorhaben jüngster Staatsmeister mit nur 21 Jahren zu werden nach 10 Minuten gestoppt. Mir brach das Schaltauge und ich konnte somit das Rennen nicht mehr fortsetzen. Anfangs habe ich mich sehr geärgert, denn ich hatte eine perfekte Form an diesem Tag. Ich erwischte einen guten Start und fuhr an 4ter Position knapp hinter dem Führungstrio (Raggl – späterer Sieger; Markt; Gebauer). Ich wollte dieses Rennen taktisch gewinnen und fuhr deshalb die erste Runde nur mit normalem Tempo die Anstiege hoch, verlor dabei auf das Trio nicht viel und wusste dabei schon, wenn ich voll fahren würde, hätten sie keine Chance. Ich hatte mit der Hitze kein Problem, doch das half mir wie schon gesagt nichts aufgrund des gebrochen Schaltauges. Ich bemerkte auch nicht, dass sich irgendetwas in meinem Schaltwerk verhedderte oder ich irgendwo hängen geblieben bin. Das war wohl Schicksal. Nachdem ich mir das Rennen vom Streckenrand aus angesehen hatte, wollte ich mir selbst beweisen, dass ich an diesem Tag gute Beine hatte. Nach über einer Stunde stehen schwang ich mich auf das Mountainbike meines Stiefvaters und fuhr ohne Aufzuwärmen die Villacher Alpenstraße hoch. Identisch bei diesem Rad ist nur der Rahmen und es hat fast die gleiche Sattelhöhe, wie mein Rad. Es hat eine andere Kurbellänge und das Cockpit ist auch ganz anders, aber egal dachte ich mir. Ich veränderte  nichts und wollte nur mal schnell auf Druck hochfahren. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht schnell gefahren wäre, aber da wäre schon noch mehr gegangen, vor allem im unteren Bereich des Anstiegs. Mit einer Zeit von ganz knapp über 50 Minuten bin ich so nur 6 Minuten langsamer hochgefahren, als die besten bei der diesjährigen Österreich Rundfahrt die 44 Minuten benötigten. Und das alles trotz fremdem Rad, das zugleich ein Mountainbike war und kein Rennrad. Das stimmt mich positiv und ich freue mich auf die kommenden Rennen.

UCI World Series Marathon – Salzkammergut Trophy (AUT) 11.7.2015 “Bericht”

Die B Strecke, die ich um 9:00 Uhr in Angriff nahm, hatte 119,5 km und 3848 hm. Das Wetter war gut, aber teilweise zu warm für mich. Ich fühlte mich sofort nach dem Start sehr gut und fuhr meinen Rhythmus alleine an der Spitze. Meine drei Verfolger Soukup Christoph (AUT)(späterer Sieger), Novak Jiri (CZE) und Leisling Matthias (GER) führen immer rund 15 Sekunden hinter mir bis zum Schluss des zweiten Anstiegs nach rund 1h 30min. Darauf folgte ein langes Flachstück, das ich ohnehin nicht alleine gefahren wäre und mich von meinen Verfolgern einholen hätte lassen. Wir fuhren so zu Viert bis zum nächsten Anstieg, bei dem sich die Gruppe teilte. Als erster konnte Leisling Matthias das Tempo nicht mehr halten, später dann auch ich. Bei dem extrem steilen Anstieg rauf auf den Salzberg (ca. 30% Steigung) hatte ich Mühe, ihn überhaupt durch zufahren, mit meiner Übersetzung von 32T an der Kurbel und meiner 36-11 Kassette. Später holte mich Matthias wieder ein, doch ich konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mit ihm mitfahren. Der Grund dafür war, dass ich mich zwischen Kilometer 60 – 80 nicht ganz so gut fühlte, später ging es dann wieder relativ okay. Ich wurde Gesamt 4ter und holte viele UCI-Punkte aufgrund dessen, dass es ein World Series Marathon (Weltcup) war.

Fotos: ©Erwin Haiden, ©Martin Bihounek (11), ©Marc Schwarz (3)

KitzAlpBike-Festival – Marathon (AUT) 27.6.2015 “Bericht”

Der Start für die 90km lange Strecke, bei der es galt 3800hm zu bewältigen, erfolgte um 8:00 Uhr. Ich fühlte mich gut und fuhr am ersten Anstieg an die Spitze. Ich hatte gute Beine und überdrehte nicht, was dazu führte, dass ich mich von meiner Konkurrenz distanzieren konnte. Meine Führung konnte ich bis zur vorletzen Abfahrt behaupten, als Uwe Hochenwarter (späterer Sieger), bei einem kurzen Gegenanstieg während der Abfahrt, auf mich auffuhr. Den letzen Anstieg, den wir laut Streckenverlauf zum zweiten Mal hoch fuhren, nahmen wir gemeinsam in Angriff. Ich hatte nach rund 3h 30min nicht mehr die gleichen Kraftreserven für die rund 850hm, als noch 2h zuvor. Obwohl Uwe physisch angeschlagen wirkte, konnte er fraglich Kraft mobilisieren und fuhr den Anstieg rund 3min schneller hoch, als noch 2h zuvor. Zudem fuhr er  ca. 1min 30sec schneller, als ich vor 2h, und das alles trotz seines unrunden Trittes zu dieser Zeit. Ich hatte nichts entgegen zu setzen und fuhr mein Tempo hoch, weil ich zum dritten Fahrer genügend Vorsprung hatte. Ich belegte schlussendlich den 2ten Platz.

Fotos: © NoSane, © KitzAlpBike, © sportograf.com, © Privat

KitzAlpBike-Festival – Hillclimb in Brixen (AUT) 24.6.2015 “Bericht”

Um 18:30 Uhr hätte der Startschuss zum Hillclimb Rennen in Brixen erklingen müssen, doch aufgrund technischer Schwierigkeiten starteten wir um 18:50 Uhr.  Die Strecke ist 6 km lang und man muss dabei 500hm bewältigen. Das Starterfeld war sehr stark besetzt, doch ich konnte mich zu Beginn des Rennens absetzen. Bis zur Mitte des Rennens war ich in Führung, bis mich der spätere Sieger Daniel McConnell (AUS) überholte. Ich konnte den Druck auf dem Pedal nicht ganz aufrecht erhalten, da ich die Woche davor einen Dusel oder Infekt hatte. Dabei verlor ich 4kg und bis heute fehlt mir noch etwas an Gewicht. Die letzten Kraftreserven hatte ich einfach nicht, um vor ihm das Rennen zu beenden. Ein bisschen später holte mich dann noch der Vorjahressieger Grant Ferguson (GBR) ein. Wir fuhren zusammen bis rund 300 Meter vor dem Ziel, als er eine Attacke startete und ich nicht ganz mitgehen konnte. Als gesamt Dritter beendete ich das Rennen mit einem Rückstand von 26 Sek. auf den Ersten und 12 Sek. auf den Zweiten. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

PS: Erst in Brixen sagte man uns, dass man nicht mit einem Rennradreifen auf einer MTB Felge starten darf, was letztes Jahr von den Vorderen fast jeder hatte. Zum Glück hatte ich meine schwereren Trainingslaufräder dabei, diese waren ohnehin noch mit zu viel Profil (Schwalbe – Racing Ralph) bestückt. Für solch ein Bergrennen nicht optimal, weil so gut wie alles Asphalt ist. Also wäre materialtechnisch noch einiges herauszuholen gewesen.

Fotos: ©NoSane, ©bikeboard.at

100KM DEI FORTI – MARATHON (ITA) 14.6.2015 “Bericht”

Die Strecke führte im rauen Gelände mit teils technischen Abfahrten, die durch den Regen sehr rutschig waren, über 92km und 2700hm. Das Gebiet in dem das Rennen stattfand war Lavarone, was auf rund 1100 ü. M. ist. Wie schon erwähnt regnete es während dem Rennen zum Glück nur kurz, aber dafür stark. Der Platzregen ereignete sich 30 Minuten nach dem Start und schmerzte regelrecht auf der Haut. Ich hatte nicht so einen guten Tag, konnte aber trotzdem gut in der Spitzengruppe, die aus 7-8 Leuten bestand, mitfahren. Bei dem längsten Anstieg der Strecke nach ca. 50 km teilte sich die Spitzengruppe. Zu diesem Zeitpunkt holte der späterer Sieger Juri Ragnoli, nach einem verhaltenen Start, die Spitze ein und sprengte diese regelrecht. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt zu kämpfen und war um Position Sieben. Am höchsten Punkt hatte ich rund 1min Rückstand auf den derzeit fünft platzierten und wollte das Loch zufahren, mehr wäre an diesem Tag wahrscheinlich nicht drin gewesen, doch kurz darauf hatte ich einen Durchstich am Hinterrad und die Platzierung war dahin. Die Strecke ist extrem gefährlich für Reifenschäden und leider erwischte es auch mich. Ich verlor nicht allzu viel Zeit bei der Reparatur und dabei überholten mich nicht viele, ich wusste die kann ich mir wieder holen. Doch es kommt oft schlimmer als man denkt und mir rutschte das Vorderrad bei den nassen Steinen weg und ich stürzte. Zu Glück tat ich mir bis auf ein paar Prellungen nicht mehr und konnte die letzten 20km, nach einer kurzen Pause, in Angriff nehmen. Leider folgte ein technischer Abschnitt und mein Rhythmus war weg, die Folge war, dass ich unnötig viel Zeit verlor. Das Ziel erreichte ich als Gesamt 14ter und in meiner Kategorie als 10ter. Das Rennen war extrem hart und ich bin glücklich wieder an Erfahrung dazu gewonnen zu haben.

VIDEO VOM RENNEN: http://trentino-mtb.broadcaster.it/media-news-releases/millegrobbe-bile-100-km-dei-forti-2015/

Alpen Challenge Bludenz (AUT) 4.-7.6.2015 “Bericht”

Bei sehr warmen Wetterverhältnissen bestritt ich die Alpen Challenge in Bludenz, nur bei der 4ten Etappe war es nicht so stechend heiß und schwül. Ich persönlich mag es lieber, wenn es nicht so heiß ist.

Etappe 1 (60km/2300hm): Der Start erfolgte am 4.6. um 11:00 Uhr. Ich konnte mich am ersten Berg bereits mit dem späteren Sieger Christoph Soukup absetzten. Bei der darauf folgenden Abfahrt hatte ich mir jedoch einen Reifenschaden am Hinterrad eingefahren. Leider war das Problem nicht so schnell gelöst, wie ich mir gedacht hatte und ich verlor bis ins Ziel rund 17 Minuten auf den Sieger. So war meine Chance auf die Gesamtwertung am ersten Tag geplatzt.

Eliminator (Citycross): Am Abend der erste Etappe, also am 4.6. um 19:00 Uhr startete der Eliminator. Ich war gut drauf, doch beim Halbfinale verpasste ich den Start durch einen Konzentrationsfehler und kam so nicht in das Finale. Das kleine Finale konnte ich dann gewinnen und wurde somit 5ter.

Etappe 2 (8,2km/820hm): Das Bergrennen startete am 5.6. um 17:30 Uhr. Ich konnte wieder mit dem späteren Sieger Christoph Soukup mitfahren, doch bei der Hälfte des Rennens explodierte mein Kopf fast durch die Hitze und ich musste mein normal schnelles Tempo weiter fahren und wurde gesamt 4ter.

Etappe 3 (58,5km/2330hm): Die längste Etappe startete am 6.6. wieder um 11:00 Uhr. Nach dem ersten Anstieg konnte ich mich wieder mit Christoph Soukup absetzen und wir fuhren das Rennen als ein gutes Duo bis zum Schluss zusammen. Wir bekämpften uns nicht, da ich ohnehin in der Gesamtwertung weit zurück lag. Leider konnten wir den Sieg nicht richtig ausfahren, da er in der letzten Abfahrt am Vorderreifen Luft verlor. Wir fuhren noch gemeinsam zum Ziel und ich gewann mit einer Zeit von 2:35:39.

Etappe 4 (30km/1400hm): Bei der letzten Etappe fuhr man 3 Runden á 10km. Dabei war der Start am 7.6. um 11:00 Uhr. Ich fühlte mich gut und konnte mich wie die Tage zuvor mit Christoph Soukup absetzen. Doch ich wusste sofort nach der ersten Runde, dass ich heute der Stärkere im Anstieg war. Nicht so wie die Tage zuvor, wo es ausgeglichen oder er der Stärkere war. Die Luft war heute für mich das erste Mal etwas angenehmer und ich konnte richtig gut am Limit und über dem Limit fahren. In der letzten Runde fuhr ich dann weg und gewann das Rennen in einer Zeit von 1:17:35.

Die Veranstaltung war sehr gut organisiert und die Leute waren auch super. Dann macht es richtig Spaß Rennen zu fahren – wenn die Form stimmt gleich 2 Mal.

Fotos: ©sportarena.tv, ©Alpen Challenge Bludenz, ©Soukup, ©Revilo Schilly